Ostsee, Unique und ich (Teil 2)

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Eigentlich hält sich mein Zweibeiner an die Vorgabe, meine zweifelsohne vorhandenen Erziehungsdefizite nicht zu kommunizieren. Es fällt ihm auch leicht: Jeder meiner öffentlichen "Ausrutscher" würde ihm angelastet. Und zwar unverzüglich und bedingungslos!

 

An der Ostsee nun wurde mir Unique zur Seite gestellt. Das Mädel kommt zwar auch vom Dorf, besitzt aber bei weitem nicht solch ausgeprägten Entdeckerdrang wie ich. Und so trotte ich ihr - entgegen meinem Urinstinkt - hinterher.

Mein Chef jedenfalls hinterfragte mit glänzenden Augen die Sinnhaftigkeit der vielen "Übungseinheiten", die er uns für die Umsetzung solcher Befehle wie Bei-Fuß und Zu-mir regelmäßig verordnet.

 

In diesem (Kurz-)Urlaub ging alles recht glimpflich ab: Ein einziges Mal in drei Tagen stellte ich eine Strandspaziergängerin, Möven zum Jagen waren kaum zu sehen (ebenso wenig wie Jogger und Radfahrer) - also auch nicht zu jagen, und überhaupt, viel weiter als 150 m hatte ich mich zu keinem Zeitpunkt von meinem Chef entfernt. Ich hatte ihn IMMER gut im Blick - und gaaaanz fest an MEINER langen Leine!

 

Und natürlich liefen mir Hunde über den Weg, die sich unbedingt mit mir anlegen mussten. So jedenfalls entschuldigte ich mich regelmäßig bei meinem Chef, der oft den versteckten Angriff des anderen Hundes nicht erkennen wollte.

Ansonsten aber hatte ich schon Gelegenheit zu zeigen, was für ein Kerl in mir steckt. Das Hochufer hatte ich jedenfalls voll im Griff. Egal, ob es aufwärts ging - oder beim Sprung in die Tiefe. Schaut selbst!

Und natürlich war ich nicht nur in Bewegung. Es gab auch manch ruhige Minute!

Wer denn nochmal Teil 1 von Ostsee, Unique und ich nachlesen möchte, hier gibt es den Link.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ewa Maria Oettel (Donnerstag, 24 März 2016 09:37)

    Vielen Dank für den "Bericht", schön zu sehen, wie gut es dem Hund geht.

    Waren Sie d in einer Hundeschule ? oder
    Viele Grüße.

  • #2

    Leon (Donnerstag, 24 März 2016 21:43)

    Hey, das war KEIN Hilferuf!! Kaum weicht man mal von seinem Grundsatz ab, nur die schönen Seiten unseres insgesamt sehr harmonischen Zusammenlebens zu beschreiben, folgt die H-Frage (Hundeschule besucht?) auf dem Fuß.

    Ja, verdammt nochmal, haben wir! Hundetrainer hatten wir, waren auf dem Hundeplatz und - ganz wichtig - haben permanent Kontakt mit "Hundeverstehern", mein Alter sagt immer, den Krauses. Und davon gibt es nicht wenige!

    In den nun fast vier Jahren haben mein Chef und ich viel gelernt. Vor allem hat mein Chef gelernt, wie Hunde im Allgemeinen "funktionieren" - und viel wichtiger - wie ich ticke! Ja, ich höre (noch) nicht oder auch nicht sofort auf jede Ansprache. Was bleibt, ist einfach ein kleiner Rest von "Ich Hovawart entscheide, was wann für unser Überleben gut ist". Meine Mannwerdung (ihr erinnert euch?!) hat da sicher ihre Spuren hinterlassen.

    All denen, die meinen, dass manche meiner "Ausrutscher" nicht sein dürfen, darf ich sagen: Mein Chef bleibt dran! Und denkt immer dran: Wer von euch Zweibeinern ist vollkommen?! Wir Hunde jedenfalls sind nur so gut, wie ihr Zweibeiner uns macht!

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