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Eine Städtereise

Zwei Tage ist es her, da berichtete ich auf Facebook über unsere Reise nach Oranienburg. Welten liegen zwischen 16515 Oranienburg und 16515 Zühlsdorf. Es eint uns die Postleitzahl. Und natürlich auch das OHV an den fahrenden Untersätzen unserer Zweibeiner. 

 

Das war's dann aber auch schon an Gemeinsamkeiten. Man schaue sich nur das Foto mit den beiden Lackaffen an, die sich da durch die Straßen chauffieren lassen. Wo? Natürlich in 16515 Oranienburg!

 

Das OHV steht bekanntlich für Ohne Hirn und Verstand. Doch dies gilt selbstverständlich nur für die Oranienburger - auf gar keinen Fall für die Zühlsdorfer! Für diese gilt vielleicht eher Opi Hat Vorfahrt.

Die Lackaffen von Oranienburg
Die Lackaffen von Oranienburg

Gestern nun ging es in die Hauptstadt. Ihr wisst natürlich: Das B an den Blechkarossen steht für Bulette. Unmengen solcher Blechkarossen rauschten an mir vorbei, ehe ich dann endlich meinen Fuß auf die Straße setzen durfte. Glücklicherweise überquerten wir eine Einbahnstraße. Nicht auszudenken,, wenn ich auch noch die Regel "Erst links, dann rechts, dann geradeaus,
so kommst du sicher gut nach Haus" hätte lernen müssen.

 

Primär führte es mich nach Berlin, weil  meine Zweibeiner sich mit ehemaligen Arbeitskollegen zum gemeinsamen Grillen verabredet hatten. Über allem aber schwebte wie immer die Aufgabe meiner Sozialisation. Auch im nun fünften Lebensjahr erkennen meine Zweibeiner noch immer Nachholebedarf. Gibt es den wirklich?

Treptower Einbahnstraße
Einbahnstraße ist auch schon aufregend genug1

Dazu mussten wir raus aus dem huschligen Mietergarten. Ziel war der Treptower Park. Ihr wisst - eine schöne grüne Oase im Herzen Berlins. Am Eingang ein Schilderwald mit Geboten und Verboten für die Zweibeiner. Leinenzwang, Grillverbot sind nur einige dieser Zurechtweisungen.

 

Doch die Berliner wären keine Berliner, wenn sie diese ernst nehmen würden: Kaum ein Hund war zu sehen, der an der Leine geführt wurde. Weißer Rauch und für meine Nase nicht unangenehme Gerüche ließen den Schluss zu, dass hier ohne Ende Holzkohle verbrannt wurde. Sicher auch, um Berliner Buletten zu brutzeln.

Durst stillen an der Vogeltränke
Durst stillen an der Vogeltränke im huschligen Mietergarten

Gut, manch Zweibeiner nahm dann seinen Schützling doch noch an die Leine. Aber nicht, weil er tollkühne Vertreter des Ordnungsamtes zu sehen glaubte. Nein, es war wohl vielmehr meine imposante Erscheinung  eines kampferprobten Dorfköters . Natürlich eines vorschriftsmäßig angeleinten. Vielleicht hat allein dies misstrauisch werden lassen.

 

irgendwann hat mein Chef dann Mut gefasst und den Haken gelöst. Und so durfte ich dann Baden. Gemeinsam mit einer Berlinerin! Also einer Zweibeinerin!

 

Nachholebedarf im Hinblick auf Sozialisation gibt es also nicht. Wenn, dann vielleicht bei meinem Chef. Mich hat man jedenfalls den ganzen Nachmittag nicht ein einziges Mal kläffen gehört. ich verhielt mich sozusagen mustergültig. Mein Chef hätte an diesem Nachmittag locker die  praktische Prüfung zum Hundeführerschein bestanden. So ist das mir mir, wenn ich nicht gerade mein Revier in Zühlsdorf zu verteidigen habe. Und ihr ahnt schon: Das Dorf  ist mein Revier!

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Kommentare: 1
  • #1

    friedrich-deistler@t-online.de (Freitag, 12 August 2016 14:58)

    was für ein glückliches, erlebnisreiches Hundeleben.
    Da können so viele Kinder doch neidisch werden.

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